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CHRONIK

 

Chronik des Schützenvereins Benzendorf u. Umgebung e.V.

 

14 Schießsportbegeisterte, die ihre ersten Erfahrungen größtenteils bei der SG Rüsselbach gemacht hatten, beschlossen am 21. Oktober 1982 einen eigenen Verein zu gründen.
Geeignete Räumlichkeiten fanden sie im kleinen Eckentaler Ortsteil Benzendorf. Der Tanzsaal des ehemaligen Gasthauses Wolf wurde gemietet und umgehend entstand ein Schießstand mit 6 Schießanlagen und ein Aufenthaltsraum in dem die Geselligkeit gepflegt werden konnte. Der Verein erhielt den Namen: Schützenverein Benzendorf u. Umgebung.
Als Oberorganisation wählte man den Schützengau Pegnitzgrund, wohl weil dessen Gauverwaltungsmitglieder den Gründungsmitgliedern schon bekannt waren.
Geografisch gesehen wäre auch eine Mitgliedschaft in den Gauen Nürnberg oder Erlangen in Frage gekommen.

Zur ersten Generalversammlung, im Januar 1983 zählte der Verein bereits 29 Mitglieder. Bei den durchgeführten Wahlen wurde Peter Hofmann zum 1. Schützenmeister gewählt.
2. Schützenmeister wurde Günther Backer, Schatzmeisterin: Brigitte Höpfel, Schriftführer: Peter Richter, 1. Sportleiter: Lothar Höpfel und 2. Sportleiter Eduard Koch. Der bei dieser Versammlung anwesende 1. Gauschützenmeister Wulf Dieter Dahms stellte damals scherzhaft fest, dass es sich bei dem neuen Verein wohl um einen „Weiberverein“ handeln müsste. Der Anteil der Damen lag bei weit über 40 %, was für einen Schützenverein doch recht ungewöhnlich war.

Bereits zum Rundenwettkampfjahr 1983 wurden je 2 Mannschaften in der Schützen- und in der Damenklasse Luftgewehr und 1 Mannschaft Luftpistole gemeldet.
Auch mit dem Bogenschießen wurde in der Anfangszeit experimentiert. Nachdem die daran Interessierten jedoch wesentlich mehr Zeit damit verbrachten, die verschossenen Pfeile im oft weichen Untergrund zu suchen, als tatsächlich auf die Scheibe zu schießen, flachte die Begeisterung für diese Sportart ziemlich schnell wieder ab und schlief schließlich ganz ein.

Um auch bei Festzügen und anderen öffentlichen Veranstaltungen ein geschlossenes Bild abzugeben, einigten sich die Damen schnell auf ein einheitliches Outfit. Während die Herren noch immer über die Farbe der Schützenjacken diskutierten, präsentierten die Frauen beim Festzug in Waischenfeld anlässlich der Gaufahnenweihe, einheitliche Dirndl.

Schnell stellten sich erste sportliche Erfolg ein. Zum Abschluss des Rundenwettkampfjahres stiegen die 1. Schützen- und die 1. Damenmannschaft jeweils in die nächsthöhere Gruppe auf. Da die Mitgliederzahlen weiter stiegen, wurden im darauffolgenden RWK Jahr gleich 7 Mannschaften gemeldet. Davon 2mal Schützenklasse, 3mal Damenklasse und 2mal Luftpistole. Die große Anzahl der aktiven Damen machten die Wahl einer Damenleiterin nötig. Einstimmig wurde Petra Backer 1984 in dieses Amt gewählt. Am RWK 1985 beteiligten wir uns dann mit 4 Damen-, 2 Schützen- und 2 Luftpistolenmannschaften.

Aber es wurde nicht nur geschossen, viele Pullover wurden in Benzendorf gestrickt und auch so mancher Schafkopf geklopft, deshalb fand 1985 erstmals ein vereinsinternes Schafkopfrennen statt. Als Sieger kristallisierten sich damals Günther Backer, gefolgt von Petra Backer und Horst Langer heraus.

Der Platz des Aufenthaltsraumes wurde für den Königsball nun endgültig zu klein. Deshalb fand dieser dann im Gasthaus Fleischmann in Kirchröttenbach statt. Neben der Krönung des Königspaares wurden auch Pokalgewinner und die Vereinsmeister geehrt.
Und endlich konnten sich in diesem Jahr auch die männlichen Vereinsmitglieder einigen und legten sich einheitliche Schützenanzüge zu.

Mit der Ausrichtung des Gaudamentages 1985 am 1. Advent übernahmen wir das erstemal die Organisation einer Gauveranstaltung. Dazu fanden sich 109 Damen aus dem ganzen Gau Pegnitzgrund ein. Die Siegerehrung fand im Gashaus Fleischmann in Kirchröttenbach statt.

Das Vereinsleben gestaltete sich harmonisch und so stellte sich bei den Neuwahlen 1986 fast die komplette Vorstandschaft wieder zur Wahl. Bei den Gaumeisterschaften in Hartmannshof belegte Renate Rösch den 2. Platz in der Damenklasse und qualifizierte sich damit , als erstes Mitglied unseres Vereins, zur Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften.

1987 wurde erstmals ein eigener Faschingsball veranstaltet. Um allen Mitgliedern Platz zu schaffen, wurde die Trennwand entfernt und die Schießanlagen abgebaut. In einer schnell improvisierten Bar wurden von Harry Wörner und Günther Backer exotische Getränke ausgeschenkt, deren Zusammensetzung wohl für alle Zeiten ein Geheimnis bleiben wird, da sich schon am nächsten Tag niemand mehr an die genauen Zutaten erinnern konnte. Aber alle waren sich einig, dass sie Super geschmeckt haben.
Am 5. September wurde das fünfjährige Bestehen mit einem Spanferkelessen gefeiert. Als unsere Gäste war 1. GSM Wulf – Dieter Dahms, 1. Gaudamenleiterin Albertine Gräf und einige Mitglieder der FFW Benzendorf zu uns gekommen. Als einziger Vertreter der Marktgemeinde Eckental, hatte der Gemeinderat Wolfgang Braun den Weg zu uns nach Benzendorf gefunden. Brigitte Höpfel spendierte einen Jubiläumspokal, den sich Petra Backer sicherte. Da wir nun schon Übung mit dem Entfernen der Trennwände und den Abbau der Stände hatten, fand unser Königsball erstmals in unseren Vereinsräumen statt.

Nach dem Tod ihres Mannes gab unsere Vermieterin Lina Wolf 1988 die Landwirtschaft auf. Dadurch wurde der 2. Stock unseres Vereinsheimes nicht mehr als Heu- und Strohlager gebraucht. Inzwischen waren wir bei allen größeren Veranstaltungen gezwungen, Trennwand und Schießanlage ab- und anschließend wieder aufzubauen. Was lag also näher, als den von Lina Wolf nicht mehr benötigten 2. Stock dazuzumieten. Nachdem ein Antrag mit der Bitte um einen Zuschuss von der Gemeinde abgelehnt worden war, hieß das Motto „Selbst ist der Mann und die Frauen können auch was tun“. Ende Januar begannen Alfons und Emma Backer, Heu- und Stroh aus dem 2. Stock zu entfernen. Auch was sonst noch alles zum Vorschein kam wurde ordnungsgemäß entsorgt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Bereits Ende März waren die Zuganlagen montiert und wir konnten im neuen Stand schießen. Die offizielle Einweihung fand dann am 16. Juli statt. Bei dieser konnten wir dann auch unseren 1. Bürgermeister Hänfling bei uns begrüßen. Im Sommer entschlossen sich die Damen, ihr Aussehen zu verändern und legten sich eine neue Vereinstracht zu.

Bei den Neuwahlen im Januar 1989 gab es nur wenige Änderungen, Peter Hofmann wird in seinem Amt als 1. Schützenmeister bestätigt. 2. Schützenmeisterin wird Petra Backer, die Kasse bleibt weiter in den bewährten Händen von Brigitte Höpfel, der 1. Sportleiter Lothar Höpfel wird nun von Günther Backer als 2. Sportleiter unterstützt. Neue Damenleiterin wird Renate Rösch. Für das Schriftliche ist weiter Peter Richter zuständig.
Der Schießstand war nun im besten Zustand, der Aufenthaltsraum groß genug, aber nun gaben die sanitären Verhältnisse Anlass zur Klage. Das „Häuschen“  befand sich, wie auf dem Lande üblich hinter dem Vereinsheim. Die Türe war zwar mit einem Herzchen geschmückt, dies trug jedoch nicht unbedingt zur Erwärmung (besonders im Winter) bei.

 

Der Vorschlag eines Mitgliedes das WC doch in die Küche zu verlegen, wurde erst belacht und dann doch in die Tat umgesetzt. Der viel zu große Küchenraum wurde der Länge nach abgeteilt, so dass Platz für ein WC im ersten Stock entstand.

„Top Secret“ war die Tagesordnung zur Gauversammlung im März für unseren 1. Schützenmeister. Keiner im Verein bekam sie zu sehen. So fuhren wie schon oft in den letzten Jahren, Peter Hofmann zusammen mit Lothar und Brigitte Höpfel und Günther und Petra Backer in Erwartung einer ganz normalen Gauversammlung, nach Hainbronn. Erst nach dem Betreten des Saales stellte es sich heraus, dass an diesem Tag auch im Gau Neuwahlen stattfanden und einige Posten in der Gauverwaltung neu zu besetzen waren. Da half auch der hinterste Platz im übervollen Saal schließlich nichts mehr. Nach langer Überzeugungsarbeit von Wulf – Dieter Dahms und Peter Hofmann, stellten sich Brigitte Höpfel als 2. Gaudamenleiterin und Petra Backer als 2. Gauschriftführerin zur Verfügung und wurden natürlich auch gewählt. Auf dem Heimweg wurde dann bei Peter Hofmann Zwischenstation gemacht und ihm aus Rache, der von ihm von einem Angelausflug aus Alaska mitgebrachte Lachs weggeputzt. Was dem Stolz und der Freude von Peter allerdings keinen Abbruch leistete.

Im darauffolgenden Jahr machten sich die Auswirkungen der Gautätigkeit von Brigitte Höpfel bemerkbar. Sie führte ein Gaublumenschießen ein, zu dem alle Damen des Gaues Pegnitzgrund eingeladen wurden. Brigitte sorgte für die Blumen, die Benzendorfer Damen für Kaffee und Kuchen. Bereits im ersten Jahr beteiligten sich 80 Damen und der 1. Gauschützen- meister Dahms ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung durchzuführen.
Am 1. Advent waren wir zum zweitenmal Ausrichter des Gaudamentages. Die Preisverteilung fand im Gasthaus Gottschalk in Bullach statt. Dass dazu auch die 1. Bezirksdamenleiterin Edith Walther erschien, war für uns eine besondere Ehre.

Bei der Weihnachtsfeier 1990 eröffnete uns Harald Schwemmer, dass er aus überschüssigen Einzelteilen der Firma Gruco eine neue Küche für uns besorgen und auch aufbauen könnte. An unserem 1. Schützenmeister Peter Hofmann, ging diese Information  unverständlicherweise jedoch vorbei. Da zwischen Weihnachtsfeier und Generalversammlung kein Schießbetrieb stattfand, nutzten hauptsächlich Harald Schwemmer und Günther Backer die Zeit um die alten Schränke zu entfernen und die neue Küche einzubauen und natürlich wurden sie pünktlich fertig. Bedauerlich ist, dass bei der Generalversammlung niemand einen Foto dabeihatte, um das Gesicht unseres Peter Hofmann zu fotografieren, als er die Küchentür öffnete und die Bescherung sah.

Bei den Neuwahlen an der Generalversammlung schied Lothar Höpfel als 1. Sportleiter aus. Seinen Posten übernahm Günther Backer. 2. Sportleiter wurde Hans Achtziger. Alle anderen Posten blieben mit der alten Besetzung bestehen. 
Auch im Gau standen Neuwahlen an. Dabei wird Brigitte Höpfel zur 1. Gaudamenleiterin gewählt. Petra Backer wird 2. Gauschützenmeisterin.

Am 12. September feierten wir unser 10jähriges Bestehen im Festzelt am Feuerwehrhaus. In Eigenregie wurde für Speis und Trank der Gäste gesorgt. Die Böllerschützen aus Forth sorgten für die lautstarke Eröffnung. Alle Vereinsmitglieder waren voll engagiert und am Ende des Tages konnten alle auf ein bestens gelungenes Fest anstoßen.

Unter einem schlechten Stern, stand das Jahr 1993, das wie immer mit der Generalversammlung begann. Da er sich entschlossen hatte nach Pfofeld „auszuwandern“ erklärte unser 1. Schützenmeister Peter Hofmann an diesem Tag seinen Rücktritt. Von allen Anwesenden wurde dieser Schritt mit Bedauern zur Kenntnis genommen, hatte er doch den Verein seit seinem Bestehen in seiner ganz eigenen Art und Weise geprägt und geführt. Dass Brigitte Höpfel an diesem Abend ebenfalls überraschend zurücktrat, ließ dann die Stimmung auf den Tiefpunkt sinken.
Als neuer 1. Schützenmeister wurde Harry Wörner gewählt und Ute Bürner stellte sich als Kassiererin zur Verfügung.
So schlecht wie es begonnen hatte, so endete das Jahr auch, im November verstarb unser 2. Sportleiter Hans Achtziger an seinem heimtückischen Leiden.

Bei den Neuwahlen 1994 wurde Werner Fürsattel als 2. Sportleiter gewählt, Schriftführerin wurde Dagmar Bürner. Auch die Jugendarbeit sollte forciert werden. Mit Günther Kunze und Claudia Jendrysiak bekam der Verein zwei sehr aktive Jugendleiter. Bei den Neuwahlen im Gau wurden Brigitte Höpfel und Petra Backer in ihren Ämtern bestätigt. Claudia Jendrysiak wurde 2. Gaudamenleiterin.
Durch ein Pilotprojekt des BSSB durften ab dem Jahr 1995 schon Kinder ab 8 Jahren an den Schießstand. Von unseren Jugendleitern Günther und Claudia wurde dies begeistert aufgenommen. Sie führten erstmals in der Geschichte unseres Vereins ein regelmäßiges Jugendtraining ein, das am Anfang an jedem zweiten Donnerstag stattfand. Dieses wurde von den Schülern und Jugendlichen so rege wahrgenommen, dass schon bald auf ein wöchentliches Training umgestellt wurde.

Im Jahr 1996 wurden wegen des immer weiter wachsenden Interesses des Nachwuchses, nochmals 2 Jugendgewehre angeschafft. In den Chronikbüchern ist zu lesen, dass mancher Trainingsabend der Jugend, am Anfang mehr einem Kindergeburtstag als einem geregelten Schießtraining ähnelte. Im Winter war keine Christbaumbeleuchtung in der Nachbarschaft und im Sommer kein Blumenstock im Garten der Familie Wolf vor ihnen sicher. Isabella Kunze und Petra Backer übernahmen daher die Aufgabe, den wartenden Nachwuchs zu betreuen. Nach einem guten Jahr hatte sich dann unsere „wilde Meute“ jedoch in einen
schießsportbegeisterten Nachwuchs gewandelt.
Im September verstarb unser guter Geist Alfons Backer. Jahrelang hatte er überall dort angepackt, wo es nötig war. So sorgte er auch dafür, dass der Aufenthaltsraum in der kalten Jahreszeit, bis zum Eintreffen der Schützen immer angenehm warm war. Kein leichter Job angesichts eines alten Holzofens und einem großen Raum. Alle waren sich einig, dass der Königsball in diesem Jahr wegen seines Todes ausfallen sollte. Keinem war zum Feiern zumute.

Anlässlich der Generalversammlung im nächsten Jahr, wurde Peter Hofmann zum Ehrenschützenmeister unseres Vereines ernannt. Auch die Renovierung unseres Aufenthaltsraumes wurde angeregt. In einer Ausschusssitzung im Januar, wurde über diesen Punkt dann nochmals diskutiert. Vor allem die alte Theke war sehr unansehnlich geworden. Da unser 1. Schützenmeister Harry Wörner gleichzeitig in einer Theatergruppe mitwirkte, fragte er an, ob er diese zu dem aktuellen Theaterstück als Requisit haben könnte. Dem wurde von allen Anwesenden zugestimmt. Da unser 1. Schützenmeister in den nächsten Wochen wegen des Theaterstückes keine Zeit fand ins Vereinheim zu kommen, wurde beschlossen, die Theke abzubauen und in die Mitte des Saales zu schieben, wo sie von der Theatergruppe abgeholt werden konnte. Ein Arbeitstrupp war schnell gebildet und die Theke am nächsten Schießabend abholbereit in die Mitte gerückt. Nun bot es sich an, die Westseite vor dem Einbau einer neuen Theke, mit Rigips zu isolieren und neu zu verkleiden. Gesagt, Getan, Nur passte anschließend die alte Holzwand an der Nordseite nicht mehr ins Bild. Die Folge war, dass auch diese der Renovierungswut weichen  musste. Auch der Südseite ging es nicht anders. Und kaum war diese fertig, musste auch noch eine neue Decke her, natürlich mit einer zeitgemäßen Beleuchtung. Die restliche Wand wurde frisch gestrichen und so erstrahlte unser Aufenthaltsraum bereits nach wenigen Wochen im neuen Licht.
Unser Harry Wörner bekam davon leider nichts mit, er hatte sich ja zum Theaterspielen abgemeldet. Als er pünktlich zu Beginn des Rundenwettkampfes wieder erschien, hatte natürlich mal wieder niemand einen Foto dabei.
Allen zukünftigen Schützenmeistern sei hiermit geraten, den Verein und seine Mitglieder, wenn möglich, nicht mehrere Wochen aus den Augen zu lassen.

Der Maiausflug führte uns nach Pfofeld zu Peter und Christine Hofmann. Da das Mfr. Bundesschießen praktisch um die Ecke davon, in Unterwurmbach stattfand, nutzten wir dies um auch dabei anzutreten. Ute Bürner hatte wahrscheinlich das gute Pfofelder Frühstück besonders animiert. Mit einem sagenhaften 6.2 Teiler konnte sie den 2. Platz erringen und ein ansehnliches Preisgeld mit nach Hause nehmen.
 
Da der Königsball im letzten Jahr ausgefallen war, wurde er im Mai nachgeholt.  Erstmals wurde in diesem Jahr auch ein Jugendkönig ermittelt. Harry Wörner bedankte sich bei allen „Renovierern“ mit einem kleinen Präsent.

Das Jahr 1998 begann turnusgemäß wieder mit der Generalversammlung. Bei den Neuwahlen wurde Petra Backer zur neuen 1. Schützenmeisterin gewählt. 2. Schützenmeisterin wurde Ute Bürner, Kassiererin Karin Kofler und Schriftführerin Dagmar Bürner. Sportleiter wurden Josef Egloffstein und Lothar Höpfel, 1. Jugendleiter Günther Kunze wurde nun unterstützt von Ulrich Dauerer.
Besonders die beiden letztgenannten hatten reichlich zu tun. Deswegen regte die neue 1. Schützenmeisterin auch an, die öffentliche Anerkennung der Jugend anzustreben. Im Laufe des Jahres wurden die ersten Kontakte zum Kreisjugendring und zur bayrischen Schützenjugend geknüpft. Die Satzung wurde geändert, so dass sich unsere „Jungen“ nun selbstverwalteten. Bei der Herbstversammlung des Kreisjugendrings Erlangen-Höchstadt stellten Ute Bürner und Marco Backer die Vereinsjugend vor. Sie müssen ihre Sache gut gemacht haben, denn im Mai 1999 erfolgte dann die offizielle Aufnahme in den Kreisjugendring. Wir waren der erste Schützenverein im ganzen Landkreis, der diese doch recht hohe Hürde geschafft hatte. Und darauf waren und sind wir auch heute noch, doch recht stolz.

Auch das „Heizungsproblem“ wurde endlich angepackt. Der alte Holzofen sollte endlich einer modernen Gasheizung weichen. Dazu erging neben einem Spendenaufruf an die Mitglieder wieder einmal auch ein Zuschussantrag an die Gemeinde. Und diesmal ließen wir nicht locker. Obwohl einige Gemeinderäte bis zur letzten Minute einen Zuschuss verhindern wollten, wurde uns dieser nach langwierigen Verhandlungen dann, zum erstenmal in der Vereinsgeschichte, zugesagt. Allerdings konnten wir ihn erst im Jahr 2000 auf unserem Konto verbuchen. Die Umbauarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt schon lange abgeschlossen. Wir hatten schon den ersten Winter in nun angenehm warmen Räumen genossen. Da auch der Schießstand nun beheizbar war, konnte endlich auch im Winter ohne Angst vor Frostbeulen trainiert werden. Logischerweise stiegen dadurch auch die erzielten Ergebnisse.

Im Januar testeten wir mit einem „Heizungsfest“ die Leistungsfähigkeit unserer neuesten Errungenschaft. Bedingung war das Erscheinen in kurzer Hose oder Rock, mit T-Shirt oder Bluse. Mit einigen Säcken Quarzsand, Sandspielzeug, Liegestühlen, Sonnenschirm und Campingtischen wurde der Aufenthaltsraum in eine Strandlandschaft umgestaltet. Die Heizung gab ihr Bestes und so wurde es eine im wahrsten Sinn des Wortes ausgesprochen „heiße“ Party.  

Die Vorstandschaft wurde 2001 fast komplett in der alten Besetzung wieder gewählt. Marco Backer löste jedoch Ulrich Dauerer als 2. Jugendleiter ab. Bei den Neuwahlen im Gau stellten sich Brigitte Höpfel und Claudia Fürsattel nicht mehr zur Wahl. Leider endete damit auch nach 10 Jahren die Ausrichtung des Blumenschießens in Benzendorf.
Mit Christian Betz qualifizierte sich zum erstenmal einer unserer Schützen zur Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften. Natürlich hat ihn eine Abordnung mit nach München begleitet.
Und auch die nächste Herausforderung wartete schon. Hatten wir in der Vergangenheit schon die Organisation und Durchführung kleinerer Gauveranstaltungen (Damentag, Luftpistolen- freundschaftsschießen, Altersschützennachmittag usw.) übernommen, so sollte 2001 das Gauschießen Luftgewehr bei uns stattfinden. Wirklich alle Aktiven zogen an einem Strang. Nur so konnte diese Großveranstaltung reibungslos durchgeführt werden. Bei der Gaukönigsproklamation am 14. Juli, platzte unser Aufenthaltsraum wirklich aus alle Nähten. Dass Christian Betz Vizegaujugendkönig wurde, war für uns zudem noch äußerst erfreulich. Nach Beendigung des offiziellen Teils und nachdem unsere Gäste den Heimweg angetreten hatten, löste sich die Anspannung der letzten Wochen in einer spontanen, ausgelassenen Feier.
Im November fand dann das Gaujugendschießen bei uns statt. Mandy Kunze, Christian Betz und Miriam Kunze nutzten den Heimvorteil und belegten bei der Blattwertung die ersten drei Plätze.

Das Jahr 2002 zählt zu den sportlich erfolgreichsten in unserer Vereinsgeschichte. Unsere 3. Mannschaft stieg in die Gauliga 3 auf. Dahinter verblasste leider etwas, dass auch die 2. Mannschaft den Aufstieg in die Gruppe B schaffte. Die Damen- und die Schülermannschaft belegten in ihren Gruppen ebenfalls jeweils den 1. Platz. Bei der „Aufstiegsfeier“ überreichte Harry Wörner, die von ihm gesponserten Gewehrkoffer an unsere 3. Mannschaft.
Beim Gauschießen in Hohenstadt wurde Ute Bürner Gauvizekönigin.
Das 20jährige Bestehen unseres Vereins, feierten wir beim Königsball im Oktober. 1. Schützenmeisterin Petra Backer konnte dazu auch 9 Gründungsmitglieder begrüßen, die uns immer noch die Treue hielten.

Der 53. Mfr. Schützentag fand am 15. und 16. 3. 2003 in der Stadt Lauf statt. Ausrichter war der Schützengau Pegnitzgrund. Unsere Damen sorgten an den beiden Veranstaltungstagen für das leibliche Wohl der Gäste. Bei der Delegiertentagung am Sonntag Vormittag wurde Petra Backer als 1. Bezirksschriftführerin in die Verwaltung des Mittelfränkischen Schützenbundes gewählt.

Erfolgreich verlief wieder der Rundenwettkampf. Die 3. Mannschaft stieg in die Gauliga 2, die 2. Mannschaft in die Gruppe A auf. Auch die Damenmannschaft belegte wieder den 1. Platz in íhrer Gruppe.

Bei den Neuwahlen zur Generalversammlung 2004 wurde Christian Betz zum 2. Schützen-meister gewählt, Ute Bürner übernahm das Amt der Damenleiterin, für die Finanzen ist nun wieder Brigitte Höpfel zuständig. Alle anderen Posten blieben in der bisherigen Besetzung.
 
Auch im Gau standen wieder Neuwahlen an. Petra Backer wurde wieder 2. Gauschützen- meisterin, Günther Kunze 2. Gaujugendleiter, Christian Betz 1. Gaujungendsprecher und Miriam Kunze 2. Gaujugendsprecherin. Damit ging nun endgültig keine Information von „oben“ mehr an unserem Verein vorbei.
Marco Backer wurde als Beisitzer in die Vorstandschaft des Kreisjugendringes Erlangen-Höchstadt gewählt, so dass auch alle Neuigkeiten von dieser Seite direkt bei unserer Jugend ankamen.
 
Beim Rundenwettkampf konnten alle unsere Mannschaften ihre Klassen halten, so dass kein Abstieg zu vermelden war. Erstmals seit Bestehen des Vereins wurde zum neuen Rundenwettkampfjahr leider keine Damenmannschaft mehr gemeldet.

Bei der Generalversammlung 2005 trat Petra Backer, schweren Herzens, vom Amt der 1. Schützenmeisterin zurück. Glücklicherweise erklärte sich Christian Betz zu ihrem Nachfolger bereit und wurde anschließend auch zum neuen 1. Schützenmeister gewählt. Sein Stell-vertreter wurde Sven Achtziger. Bei der Gauversammlung im März wurde Petra Backer dann zur 1. Gauschützenmeisterin des Schützengaues Pegnitzgrund gewählt und beim Königsball  zur Ehrenschützenmeisterin des Vereins ernannt.

Im November fand das Gauluftpistolenschießen bei uns statt. Alles was in unserem Verein eine Pistole halten konnte, ging an den Start. Sascha Gienow war der jüngste Teilnehmer und wurde dafür auch besonders ausgezeichnet.

Beim Mittelfränkischen Schützentag 2006 wurde Christian Betz zum Bezirksjugendsprecher gewählt und Petra Backer als 1. Bezirksschriftführerin bestätigt.
Marco Backer wird vom Kreisjugendring zum Ansprechpartner für alle Schützenjugenden im Landkreis Erlangen-Höchstadt berufen.
Auch sportlich ging es weiter nach oben, Unsere 3. Mannschaft stieg in die Gauliga 1 auf.
Da der Gau keinen Ausrichter für das Gaujugendschießen fand, wurde dieses in Troschenreuth und in Benzendorf durchgeführt. Die Siegerehrung fand dann bei uns statt und sorgte wieder einmal für einen übervollen Saal.

Bei den Neuwahlen bei der Generalversammlung 2007 wurde Christian Betz in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter wurde Günther Kunze. Die Kasse bleibt weiter in den bewährten Händen von Brigitte Höpfel und für die Protokolle ist wieder Ottilie Achtziger zuständig. Der 1. Sportleiter Günther Backer wird von Achim Gienow als 2. Sportleiter unterstützt. Neue Damenleiterin ist nun Michaela Herrmann. Die Jugend wählte Marco Backer als ihren 1. Jugendleiter und Diana Forster als 2. Jugendleiterin.

Im April standen die Neuwahlen der Gauverwaltung auf dem Programm, Ohne Gegenstimme wurden Petra Backer, Günther Kunze und Miriam Kunze in ihren Ämtern bestätigt. Christian Betz schied als Gaujugendsprecher aus. Mandy Kunze wird 2. Gaujugend-sprecherin.

25 Jahre sind vorbei. Aus anfänglich 14 Schießsportbegeisterten wurde eine Gemeinschaft die es verstanden hat, sich im sogenannten Computerzeitalter zu behaupten. Viel Arbeit wurde bewältigt und auch manches Fest gefeiert.
25 Jahre, die geprägt waren von Freundschaft und Zusammenhalt und dem festen Willen sportlich weiter zu kommen.
Viele Veranstaltungen begleiten uns durchs Jahr. Wettbewerbe zwischen „Jung und Alt“ wie Billard- oder Spickerturnier fördern das Verständnis zwischen den Generationen.
Wanderpokale und viele „ausgeschossene“ Schützenscheiben zeigen vom aktiven Vereinsleben. Der Maiausflug und der Besuch von Gauschießen und Festveranstaltungen ist selbstverständlich geworden. Der Königsball mit der Proklamation der neuen Majestäten der Höhepunkt im Schützenjahr.
Der Verein ist aus den Kinderschuhen hinausgewachsen und erwachsen geworden. Ehemalige Jungschützen engagieren sich bereits in der Vorstandschaft und werden von den „Alten“ gerne unterstützt. Die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt.
 

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